Ablauf der Ausbildung

Absprung im Sommer

Unsere Jungjägerausbildung beginnt in der Regel mit stark an der Theorie orientierten Unterrichtseinheiten im Frühsommer. Im Laufe der ersten Monate werden die ersten Grundlagen der Jagdpraxis, Wildtierbiologie, Waffen- und Munitionstheorie, sowie Jagdrecht gelegt.

Im Spätsommer fangen wir dann mit der Waffenhandhabung und ersten Schießeinheiten an. Bereits nach wenigen Wochen ist der Jungjäger vertraut mit der Waffe, lädt eigenständig Munition und wertet seinen Schuss aus.

Wichtig ist es für die Jungjäger bereits jetzt an der Jagdhundeausbildung teilzunehmen und auf Hegeschauen die ersten Jagdtrophäen der Umgebung zu bestaunen.

Brüllen im Herbst

Wenn die Nächte langsam kühler werden, kennen unsere Jungjäger bereits die zu dieser Zeit wichtigen Jagdzeiten, lernen gerade Wildtiere "anzusprechen" und können bei den im Herbst beginnenden Gesellschaftschaften unterstützen. Zudem zeigen ihre Lehrprinzen ihnen wie man Drückjagdböcke und Hochsitze baut, wie man Kirrungen bestückt und Pirschpfade anlegt.

Wer bis dahin noch kein Wildtier aufgebrochen / versorgt hat, wird auf den vielen Drückjagdgelegenheiten genügend Gelegenheiten haben dies selbst zu tun.

Besonders spannend ist es zu dieser Zeit in seinem Lehrrevier der Brunft beizuwohnen, wenn Rot- oder Damwild anwesend ist.

Vertiefung im Winter

Im Winter wird die Theorie intensiver, die Jungjäger bekommen die letzten wichtigen für die Jagd erforderlichen Informationen gelehrt. Auch der Schießunterricht orientiert sich nun ganz stark an den Erfordernissen der Jagdscheinprüfung.

Im Revier erledigt der Jungjäger mittlerweile selbständig Aufgaben, bestückt Kirrungen, erkennt Spuren, deutet diese und berichtet den dortigen Jägern von wechselndem Wild.

Zu dieser Zeit werden auch noch recht häufig Gesellschaftsjagden durchgeführt, zu denen man viele Kontakte knüpfen oder seine Fähigkeiten im Aufbrechen und Versorgen von Wild üben kann.

Sichern im Frühjahr

Die Zeit während der Ausbildung vergeht schnell und so sind im Frühjahr, kurz vor der Prüfung, die Jungjäger in Lerngruppen organisiert und lernen größtenteils selbständig. Die Unterrichtseinheiten werden für Fragen oder Übungsklausuren genutzt.

Im Rahmen der Schießausbildung werden Prüfungseinheiten durchgeführt und in abendlichen Einheiten der praktischen Waffenkunde werden prüfungsrelevante Handgriffe geübt und kameradschaftlich geprüft.

Die Ausbilder leiten zudem die Anmeldung der Jungjäger zur Jagdscheinprüfung bei den Behörden an und sind auch an jeden Tagen der Prüfung anwesend.